Geschichten im Kopf

178/365

Geht der Blick vor, oder geht er zurück? Ist er verträumt, oder nachdenklich? Ist der Blick beobachtend oder einfach starr geradeaus? Durch die große Sonnenbrille ist es nicht erkennbar und wie er ist, bleibt dem Betrachter selbst überlassen. Aber gerade diese offenen Fragen bringen einen bei diesem Bild zum nachdenken und erzählen jedem eine andere Geschichte. Genau das ist es was die Streetfotografie ausmacht. Jedes Bild erzählt irgendwie eine Geschichte, auch wenn sie fast immer nur in der Phantasie des eigentlichen Betrachters stattfindet. Diese Phantasie ist es aber auch, die einen antreibt, diese Geschichten im Bild festzuhalten. Somit ist eigentlich jedes Bild eine neue Herausforderung, eine Geschichte zu finden und festzuhalten. Manchmal ist die jeweilige Geschichte eine lange, manchmal aber auch nur ein kurzer Moment. Aber genau diese Geschichten sind es doch die uns beflügeln und unser tägliches Dasein interessant machen.

Der Tod gehört zum Leben dazu

173/365

Ich glaube es kaum. So alt sind wir doch noch gar nicht. Man selber denkt das man vielleicht gerade mal die Hälfte seines Lebens rum hat und dann erreicht einen mal wieder eine Hiobsbotschaft. Die nächste aus unserem Abschlussjahrgang hat ihren letzten Weg angetreten. Was ist nur los in diesem Jahr? Aus diesem Grunde ist mir mal wieder nicht danach groß und viel zu schreiben. Ruhe in Frieden, Silke.

Seifenblasen

172/365

Sie schimmern bunt und fliegen, fast schwerelos, mit dem Wind durch die Lüfte. Sie zaubern uns ein Lächeln ins Gesicht, weil wir uns an ihnen erfreuen. Ihr Weg ist selten vorherzusehen und man weiß auch nie, ob sie aufsteigen oder eher herunter fallen. Stoßen sie auf ein Hindernis, oder kommen sie auf dem Boden auf, zerplatzen sie in den meisten Fällen. Ihr "Leben" währt nicht ewig, es ist eher kurz, aber in gewisser Weise unbeschwert. Kommt man ihnen zu nahe, weiß man auch nie was passiert. Lassen sie einen an sich heran, zerplatzten sie oder flüchten sie und fliegen davon. Wenn man es genauer betrachtet, so gibt es doch sehr viele Gemeinsamkeiten zwischen einer Seifenblase und unserem Leben.

Grenzen

162/365

Grenzen sind dafür da, um eingehalten zu werden. Sie dienen dazu einen bestimmten Bereich abzustecken und eine Linie festzulegen, die man nicht überschreiten sollte. Sei es gebietstechnisch, aber auch beziehungstechnisch. Zu den Grenzen in bestimmten Beziehungen gehört auch das Vertrauen das einem entgegen gebracht wird und das man bis zu einer bestimmten Grenzlinie nutzen kann bzw. darf. Was aber, wenn jemand mit Anlauf diese Grenze überchreitet und dabei dann so weit über diese Linie hinaus schießt, dadurch alles kaputt geht und zerstört wird? Geht man hin und lässt denjenigen weiter rennen und kümmert sich nicht mehr um ihn, oder macht man sich die Mühe, springt über den eigenen Schatten und holt ihn langsam zurück? Dann muss man aber selber diese Grenze übertreten und muss die Kraft aufbringen seine schon beschädigte Komfortzone zu verlassen. Schwer wird es und kostet zusätzlich Kraft, wenn derjenige nicht versteht das er diese Linie so weit überquert hat und seinen Fehltritt nicht einsehen will. Falls man versucht den "Ausgebrochenen" zurück zu holen, kommt man auch nicht drum herum ihm die neuen Grenzen zu zeigen und mitzuteilen das ein erneuter Grenzübertritt das Ende bedeuten kann. Man fängt an, an sich selber zu zweifeln und fragt sich ständig ob sich dieser ganze Aufwand überhaupt lohnt und ob überhaupt verstanden wird warum man diesen neuen Schutzzaun um sich herum aufbaut.

Change

80/365

Schaut man in einen Dictionary nach dem Wort change, so stellt man schnell fest das es hierfür, wie so oft in der englischen Sprache, viele Bedeutungen und Variationen für ein und das selbe Wort gibt. In diesem Fall wären es z.B. wechseln, tauschen, austauschen oder auch ändern um nur einige zu nennen. Manchmal ist es aber gar nicht so einfach was zu tauschen bzw. zu ändern. Wenn man auf gewisse Art und Weise vielleicht "verbohrt" ist oder gar unter dem Einfluss anderer Menschen aus dem eigenen Umfeld steht, so ist es gar nicht so einfach von seinem Standpunkt abzuweichen und etwas zu ändern. Vielleicht will man aber auch gar nichts ändern, weil man glaubt auf der "Siegerspur" zu sein. Oder man will etwas verändern und bekommt gar nicht erst die Chance dazu. So sind die einzelnen Variationen im Leben genauso unterschiedlich, wie die Bedeutungen im Dictionary.

Scheitern für Anfänger

46/365

Scheitern für Anfänger das war einer meiner ersten Blogbeiträge die ich von Steffen Böttcher gelesen und das dazugehörige Interview bzw. Youtube Video von Maggi Herker mit ihm gesehen habe.Ich fand dieses Thema und das Interview sehr spannend und musste gestern, als ich meinen Blogbeitrag verfasst habe auch daran zurück denken. Wie oft im Leben ist man selber schon gescheitert?

Auch wenn man es z.B. auf die Fotografie bezieht.Dort denkt man doch, gerade am Anfang, man ist gescheitert mit dem Bild welches man machen wollte, weil es unscharf ist, weil es zu dunkel ist, weil zu hell ist usw. usw.Aber was passiert denn mit uns, wenn wir scheitern, wobei auch immer. Wenn wir es mal bildlich sehen, stehen wir auf und starten neu. Bei den Fotos z.B. löschen wir diese und machen neue.

Im wahren Leben sterben wir auch nicht daran wenn wir scheitern, oder? Wir suchen nach neuen Möglichkeiten und versuchen irgendwie neu zu starten.Wie war das Beispiel noch? Es ist meistens wie beim Mensch ärger dich nicht....irgendwann hast du die die 6 gewürfelt und startest von vorne.

Warum nur zweifelt man dann so oft an sich selber und malt sich alles negative aus und macht einen Rückzieher bzw. verlässt seine Komfortzone nicht? Das überlege ich mir auch die ganze Zeit und finde keine Antwort. Trotzdem ist da immer noch die "Angst" um auf den gestrigen Beitrag nochmal zurück zu kommen.

Dabei bin ich ja z.B. bei diesem Bild auch aus meiner Komfortzone heraus getreten, habe es gewagt...und bin nah ran gegangen...habe mein inneres Gewissen überwunden was mir sagte das kannst du nicht machen. So ein Foto, von einem Obdachlosen, soetwas macht man nicht. Diesen armen hilflosen Menschen einfach abzulichten. So denken doch viele.

Ein Foto von jemanden, der wahrscheinlich auch mal gescheitert ist.Ich habe dieses Foto nicht genmacht um diesen Menschen zu erniedriegen, sondern ich habe mich in seinen Bereich begeben um andere Menschen mal zum nachdenken anzuregen und wer weiß man ob der Obdachlose nicht vielleicht irgendwann wieder aufstehen und neu anfangen kann?

Nachdenklich

45/365

heute ist ein Tag, an dem ich vielleicht etwas nachdenklicher bin als sonst. In meiner Frühstückspause bin ich auf den recht interessanten Blogeintrag "The German Angst" von Steffen Böttcher aka Stilpirat gestoßen und bin beim lesen regelrecht dran hängen geblieben.
Ich habe Steffen im letzten Jahr beim Learn & Give persönlich kennengelernt und verfolge seitdem, hin und wieder, seinen Blog und seine Videobeiträge. In manchen Punkten, die er von seinem Leben preis gibt, finde ich mich selber sehr oft wieder, aber wenn man sich vieles so zurecht legt wie es für einen am besten passt, findet man immer irgendwo irgendwelche Parallelen mit Leuten die einen interesieren und/oder auch prägen.
Was mich aber heute irgendwie zum nachdenken angeregt hat, ist ein Satz von Paul Arden, den Steffen in seinem Blogeintrag zitierte.

„Es kommt nicht darauf an wer du bist, sondern was du sein willst.“

Genau dieser Satz schwirrt seitdem in meinem Kopf rum und bewirkt das man mal wieder etwas mehr in sich geht und selber fragt: Bin ich wirklich der bzw. das was ich sein will?  Eigentlich eine sehr interessante Frage an das eigene Ich. Wer von Euch kann von sich direkt und ohne groß darüber nachzudenken diese Frage mit Ja beantworten?  Ich kann es nicht, denn manchmal möchte ich schon einiges an mir und meinem Leben ändern und trau mich dann aber nicht und genau da sind wir bei Steffens Überschrift "The German Angst"
Warum aber traut man sich nicht? Ist es die Angst zu versagen, die Angst vielleicht nicht die nötige Unterstützung seines persönlichen Umfeldes zu bekommen oder sind es die Erinnerungen an die Höhen und Tiefen des schon vergangenen Lebens? Also die Angst eventuell mal wieder zu scheitern?
Vielleicht sollte man wirklich weniger denken und einfach mehr machen.

Schon komisch, eigentlich habe ich ja hier mein persönliches Projekt bei dem ich ja jeden Tag ein Foto präsentieren möchte und meine Gedanken beziehen sich hier in keinster Weise auf irgendeinen fotografischen Hintergrund, aber es sind meine Gedanken und mein Blog.....und es ist mein Projekt was ich machen bzw. schaffen will. Also eigentlich kommt es dann ja nicht immer darauf an das es einen Bezug zu dem Bild gibt, sondern das man auch mal etwas nachdenklich ist.

Und so gibt es dann doch einen Bezug zu dem Bild, die endlos wirkende Strasse, und Einsamkeit, die Ruhe die einem die Zeit und die Chance gibt nachzudenken 😉

Neugierige Nase

43/365

Hin und wieder macht man auch Fotos mit dem Handy und nicht nur mit den "richtigen" Kameras. Diese neugierige Nase habe ich mit meinem iPhone eingefangen und sie gehört unserem frechen und eigensinnigen Kater Lucky.

Lucky ist das jüngste Mitglied in unserem heimischen Zoo und genauso wie unsere beiden Dackel-Mischlinge, kein normales Tier sondern ein Tier was ganz jung gerettet wurde. Auch wenn er einen Dickkopf hat und absolut keine Schmusekatze ist, so gehört er doch zur Familie und keiner will ihn mehr missen. 

Ich habe Lucky vor fast zwei Jahren in unserer Scheune aus einer Zwischenwand geholt, weil ich den Schreihals gehört habe wie er sic die Seele aus dem Leib gemauzt hat. Als ich ihn endlich greifen konnte, traute ich meinen Augen kaum. Eine Hand voll Fell die noch die Augen zu hatte und nur am maunzen und schreien war. Ich bin sofort zum Tierarzt, in der Hoffnung das ich dort was erfahre ob es bei uns in der Gegend einen bekannten Wurf gab zu dem der kleine gehören konnte, aber Pustekuchen. Wir hatten keine Wahl und haben den kleinen bei uns aufgenommen und angefangen ihn mit der Spritze und nachher mit der Flasche aufzuziehen.

Die Chancen standen recht schlecht ihn durch zu bekommen, aber alle halfen mit und wir wechselten uns alle drei Stunden mit dem füttern und pflegen ab. Heute merkt man ihm das nicht mehr an und er ist wirklich eigensinnig.....aber hin und wieder auch sehr neugierig. 

Das ganze Leben in ein paar Boxen

9/365

Oktober/November 2017 hatte ich das Glück, mit der Familie mal wieder einen kleinen Traum zu verwirklichen und Urlaub in den USA machen zu können. Ich wollte aber dieses mal keine normalen Urlaubsfotos machen, sondern mich etwas mehr auf die Stereofotografie konzentrieren. Was mir dort besonders in die Augen fiel, ind mich somit sehr reizte war die Armut die dort herrscht bzw. diese krassen und extremen Gegensätze. Da gibt es die Bloggerin die gerade Fotos von Ihrem Gucci Täschchen macht bzw. von der Freundin machen lässt und keine 20m weiter liegt ein Obdachloser in der Ecke und ist froh das er noch sein Leben hat. Diese Situationen haben mich inspiriert das ganze mal fotografisch festzuhalten und so, hier und da mal ein paar Leute zum Nachdenken anzuregen. Denn wenn wir stöhnen, stöhnen wir doch auf recht hohem Niveau.