Von Möchtegern-Models und Profi-Fotografen

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Mein heutiger Beitrag bezieht sich mal nicht auf mich, oder direkt auf das heute gezeigte Bild, sondern eher auf einen Fall, der auch gerade bei Facebook ein heißes Thema ist. Es geht um das Thema Tfp-Shooting, Namensnennung und Umgang mit dem Model. Tfp steht im übrigen für Time for print, also auf deutsch Zeit für Foto.
Um eines vorweg zu nehmen, vieles was ich hier und heute schreibe ist meine persönliche Meinung bzw. Einstellung zu dem Thema und wird somit garantiert nicht unbedingt den Gedanken von manch anderem entsprechen.
Im aktuellen Fall, der zur Zeit bei Facebook seine Runde macht, geht es wohl darum das es ein Tfp-Shooting gab und der Fotograf etwas später eines dieser Bilder in einer Facebook Gruppe als Cover bzw. Titelbild genutzt hat. Soweit ja erstmal nichts schlimmes. Das Model um das es in diesem Fall geht ist Lisa - Chantal, die Dame auf dem heutigen Bild. Ich hatte ebenfalls schon das Vergnügen mit ihr arbeiten zu dürfen und wer Lisa bei der Arbeit kennen lernt, der merkt schnell das sie den Anweisungen des Fotografen folgt, eigene Ideen mit einbringt und ihr Herz auf der Zunge trägt. Somit die perfekten Voraussetzungen für ein ungezwungenes, spaßiges Shooting auf Tfp Basis, was ja bekanntlich für beide Seiten von Nutzen sein soll. Denn das ist es ja um was es bei diesen Tfp Shootings gehen soll. Beide Seiten bringen ihre Leistungen ein, beide Seiten ziehen ihren Nutzen daraus und beide Seiten behandeln sich gegenseitig mit Respekt. Dazu gehört für mich unter anderem auch die Verlinkung bzw. Namensnennung bei diversen Veröffentlichungen, auch wenn sich in vielen Verträgen der Fotograf die Namensnennung vorbehält, bzw. dort dann explizit schriftlich geklärt ist, wie das jeweilige Model benannt werden will oder soll.
Der Fotograf aus dem aktuellen Fall hatte, wie schon erwähnt, eines der Bilder für ein Titelbild einer Facebook Gruppe genutzt und das Model, in dem Fall Lisa, weder namentlich genannt, noch verlinkt. Lisa hat ihn daraufhin freundlich darum gebeten dies doch noch zu machen und der sich selbst Profi-Fotograf bezeichnende "Kollege" schlug eine Welle los, mit der er jeden nur erdenklichen Fehler im respektvollen Umgang mit Models gemacht hat, den er nur machen konnte. Erst weigert es sich das Model auf dem Bild weder zu nennen, noch zu verlinken. Dann wird das Model beleidigt, aus der Facebook Gruppe verbannt und blockiert. Das selbe passiert im übrigen mit diversen anderen die sich negativ zu dem Thema ihm gegenüber äußern und zu guter letzt nutzt er ein Foto des Models für einen Blogbeitrag auf seiner Seite, in dem er sich über Selbstprofilierung bzw. wie er es nennt Profilierungssucht in sozialen Netzwerken auslässt und sein Model als "Möchtegern-Model" mit Größenwahn bezeichnet. Sorry, aber so verhält sich definitiv kein "Profi-Fotograf". Ok, ich bin nur Außenstehender bei dem Thema und kein Fotograf der regelmäßig Tfp-Shootings macht, aber solch ein Umgang mit seinem Model und den Bildern ist, meiner Meinung nach, absolut unprofessionell und zeigt eher den Größenwahn eines Fotografen mit gefährlichem Halbwissen.
Ich weiß das ich mit dieser Aussage auch bestimmt so manchen Nerv treffen werde, aber wie schon erwähnt, ist das meine persönliche Meinung zu diesem Thema. In diesem Sinne, egal ob "Möchtegern-Model" oder auch "Möchtegern-Profi-Fotograf", seht zu das beide Seiten ihren Nutzen davon haben und vor allem habt Spaß an der Sache, aber kriegt Euch nicht in die Haare, denn so ein Tfp-Shooting ist ein geben und ein nehmen für beide.

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