Streetwalk Dortmund

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Samstag bedeutet, mehr oder minder,freie Zeit und so habe ich diese genutzt um mal wieder etwas intensiever meinem Hobby, der Streetfotografie nachzugehen.Bei facebook gibt es diverse Gruppen und Communities zum Thema Street Fotografie und so veranstaltete die Gruppe StreetWalk Dortmund einen Fotowalk. Da ich auch mal ganz gerne in naderen Städten mein Unwesen treibe, nahm ich die Chance war und fuhr nach Dortmund. Nach dem üblichen Parplatz bzw. Parkhaus suchen und sich dann pünktlich zum Treffpunkt durchschlagen, traf ich auf eine lustige Truppe, mit der ich dann den Samstag verbringen sollte. Wir waren ca. 15 ambitionierte Street-Fotografen und beim Walk fand ich für mich, waren die Bilder weniger interessant. Eher die Gespräche untereinander und zu sehen wie die anderen an ihre jeweiligen Motive heran gehen war für mich das eingentliche Interessante. Was mir aber auch noch besonders ins Auge fiel, es waren sehr viele der anderen Fotografen mit einer Olympus OMD unterwegs, so wie ich sie auch nochmal dabei hatte. Die Olympus scheint doch recht beliebt zu sein, zumindest bei den Street Fotografen. Ob es an der Kamera selber, oder aber an Thomas Leuthard liegt, kann ich leider nicht sagen. Thomas Leuthard ist ja bekanntlich einer der bekanntesten deutschsprachigen Streetfotografen gewesen und hat somit natürlich auch eine recht große Fangemeinde. Gewesen schreibe ich deswegen, weil er sich ja vor gut einem Jahr zurück gezogen hat und keine Streetfotografie mehr macht.
Was mir bei dem Walk durch Dortmund noch auffiel war das es in Dortmund doch recht viele Obdachlose gibt. Da diese Menschen mir ja bekanntlich besonders am Herzen liegen, habe ich natürlich versucht auch diese wieder besonders gerne abzulichten, aber diesmal anders als sonst. Ich habe sie jeweils angesprochen und gefragt. Meistens kam dann die Frage warum bzw. wofür ich das mache, aber zu meiner eigenen Verwunderung waren die meisten von ihnen von meiner Antwort bzw. Erklärung positiv überrascht und ließen sich darauf hin nur zu gerne von mir fotografieren. Ich denke das ich diesen doch recht "fairen" Weg beibehalten werde um so vielleicht in der Zukunft noch mehr Bilder von diesen meistens netten Menschen bekommen werde, denn wie sagte einer der anderen aus der Fotowalkrunde so passend? "Man macht die Fotos nicht um diese armen Leute zu erniedrigen, sondern um ihnen ein Gesicht zu geben." Diese Aussage ist seit Samstag in meinem Hinterkopf hängen geblieben, denn sie passt wie die Faust aufs Auge.

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