Schon mal etwas zurück blicken

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Ok, bisher sind gerade mal etwas mehr als 280 Bilder von meinem Jahresprojekt geschafft und ich musste in letzter Zeit ja auch immer wieder mal aufholen bzw. nachholen um auch wirklich am Ball zu bleiben. In erster Linie ist dieses Projekt hier aber eigentlich doch nur für mich persönlich gedacht, auch wenn ich weiß das inzwischen ein paar Leute diesen Blog hier mehr oder minder regelmäßig verfolgen. Ich entscheide schließlich, was für Fotos ich hier poste und was ich dazu schreibe. Wenn ich aber heute mal eine kleine Zwischenbilanz ziehe, mich mit einer Tasse Kaffee, bei Sonnenaufgang, am Hamburger Fischmarkt hinsetzen und ein wenig in mich gehen würde, so könnte ich behaupten das mich dieses Projekt ein wenig verändert hat. Verändert ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort, eher geformt. Ich fotografiere nicht nur anders, ich verbringe inzwischen auch bewusst weniger Zeit in den sozialen Netzwerken, bearbeite meine Bilder anders als früher und ich lese sogar wieder mehr, auch wenn es in erster Linie Fachliteratur ist. Etwas, was ich in den letzten Jahren eigentlich so gut wie gar nicht mehr getan habe.
Als Hobby begonnen, habe ich die Fotografie in den letzten Jahren immer intensiever betrieben und bin dort mit meinen Aufgaben eigentlich gewachsen. Durch mein Jahres-Projekt gehe ich das Ganze aber inzwischen nochmal ganz anders an. Wenn ich das Haus verlasse, habe ich inzwischen fast immer eine Kamera dabei, was meine Frau hin und wieder auch mal "nervt". Ich sehe aber inzwischen die Welt mit etwas anderen Augen, bzw. gehe mit einem anderen Blick für meine Umwelt durch die Gegend. Ich erwische mich doch sehr oft dabei, wie ich regelrecht auf der Suche nach Motiven bin, selbst wenn ich die Kamera mal nicht bei mir habe. Anfangs nur als Ausgleich bzw. Zeitvertreib gedacht, hat sich in diesem Jahresprojekt bisher für mich heraus kristalliesiert das die Streetfotografie einen vergleichsweise hohen Stellenwert bei mir hat. Ich möchte dort auch mehr erreichen und für mich persönlich, unbedingt auf das nächste Level aufsteigen. Aus diesem Grunde nehme ich inzwischen sogar an einigen Fotowettbewerben teil, mache mir Gedanken darüber wie ich es hinbekomme vielleicht irgendwann eine kleine Ausstellung zu organisieren und erwische mich selber sehr oft bei den Überlegungen in welche Stadt ich als nächstes entfliehen könnte um auf die Jagd nach Motiven zu gehen. Irgendwie bin ich neugieriger gegenünber meiner Umwelt geworden und möchte diese ganzen Situationen regelrecht einfangen. Die Streetfotografie hilft mir dabei aber auch hin und wieder mal runter zu kommen und abzuschalten. Wenn ich dann alleine unterwegs bin, packe ich mir meistens meine Stöpsel mit guter Musik in die Ohren und vergesse fast alles andere um mich herum. Dann versinke ich regelrecht und bin nur noch in dieser Welt der alltäglichen Situationen und verschiedensten Menschen und beobachte um zu fotografieren. Mal sehen wie weit mich mein Projekt also noch treibt bzw. bringt.

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