Change

80/365

Schaut man in einen Dictionary nach dem Wort change, so stellt man schnell fest das es hierfür, wie so oft in der englischen Sprache, viele Bedeutungen und Variationen für ein und das selbe Wort gibt. In diesem Fall wären es z.B. wechseln, tauschen, austauschen oder auch ändern um nur einige zu nennen. Manchmal ist es aber gar nicht so einfach was zu tauschen bzw. zu ändern. Wenn man auf gewisse Art und Weise vielleicht "verbohrt" ist oder gar unter dem Einfluss anderer Menschen aus dem eigenen Umfeld steht, so ist es gar nicht so einfach von seinem Standpunkt abzuweichen und etwas zu ändern. Vielleicht will man aber auch gar nichts ändern, weil man glaubt auf der "Siegerspur" zu sein. Oder man will etwas verändern und bekommt gar nicht erst die Chance dazu. So sind die einzelnen Variationen im Leben genauso unterschiedlich, wie die Bedeutungen im Dictionary.

groß, leer, still

79/365

Es ist schon komisch, da ist man im Moment die ganze Zeit zuhause, weil krank, hätte jede Menge Zeit zum schreiben und hat irgendwie im Kopf bzw. im allgemeinen eine absolute Leere. Man überlegt bzw. denkt...man versucht zur Stimmung passende Bilder zu finden, in der Hoffnung das einem dann vielleicht etwas gescheites einfällt, aber es ist irgendwie im Moment alles leer. Lustlos, gelangweilt, zwar nachdenklich, aber man bekommt die Gedanken und Gefühle nicht sortiert. In einem ist alles wie in einer großen, stillen, dunklen Halle.

So wie auf dem Bild das ich dann doch noch irgendwie passend gefunden habe. Es ist die Basilika Ostiense, eine der sieben Pilger-Kirchen von Rom, die etwas ausserhalb von Rom liegt. Wie in einer Kirche üblich, war es dort dunkel, leise und auch geheimnisvoll, aber trotzdem auch irgendwie beklemmend und in gewisser Weise finster. Schon komisch wie Bilder manchmal doch eine gewisse Stimmung wiedergeben können.

Falco, das Musical

78/365

Er musste erst sterben, um unsterblich zu werden. So klang ein Satz in dem gestern schon angekündigten Musical Falco. Kurz und knapp erzählt, handelt es über das Leben des Wiener Musikers Hans Hölzel der unter dem Namen Falco Geschichte geschrieben hat, Pop Geschichte. Es beschreibt mit Hilfe seiner Songs, die Höhen und Tiefen des Musikers aus Wien vom Beginn bei der Gruppe Drahdiwaberl, bei der seine Musiker Karriere begann, bis hin zu seinem tragischen Autounfall in der Dominikanischen Republik vor genau 20 Jahren. Ich möchte hier nicht groß die Werbetrommel rühren, aber für jeden der seine Musik mochte, ist es auf jeden Fall sehenswert. Ich persönlich fand es richtig geil 😉

Wer ist Hans Hölzel

77/365

Dieser Grabstein von Hans Hölzel steht auf dem Zentralfriedhof von Wien, in der Nähe von Tor 3. Als ich vor einigen Jahren mit meiner Frau in Wien war, musste ich einfach mal dort vorbei und mir diese Grabstätte ansehen. Viele von Euch können mit dem Namen Hans Hölzel nicht besonders viel anfangen, aber ich bin davon überzeugt das ihn trotzdem viele von Euch kennen. Er kam auf tragische Weise bei einem Verkehrsunfall in der Karibik im Jahr 1998 ums Leben. Wie man schon erahnen kann handelt es sich um einen Österreicher, bzw. Wiener und wenn ihr, wie ich in den 80ern aufgewachsen seid, dann kennt ihr ihn unter Garantie. Er war Sänger und wurde berühmt mit Songs wie Jeany, oder Rock me Amadeus. Hans Hölzel war bei uns bekannt als Falco und ist auch heute noch eine Musiklegende.

Warum ich das hier schreibe bzw. gerade heute dieses Foto von seinem Grabstein als Bild des Tages nehme hat einen einzigen Hintergrund. Ich werde heute Abend in Bielefeld das Musical Falco besuchen und dort mal wieder seine Musik hören und genießen.

Die grüne Couch

76/365

Heute habe ich es endlich mal geschafft und bin in die Galerie gefahren. Vor kurzen bin ich im internet über die Leica Galerien "gestolpert", die überall auf der Welt in den großen Metropolen vertreten sind. Los Angeles, Paris, London, Hamburg...und dann war da die Leica Galerie NRW, die im letzten September ihre Türen in Stromberg eröffnet hatte. In wo? In Stromberg einer kleinen Ortschaft die zu der Stadt Oelde gehört. Oelde bzw. in dem Fall Stromberg ist nur ca. 14km von mir entfernt und so lag es für mich schon länger nah, dort mal vorbei zu fahren und sich die Galerie anzusehen. 

Ich war sehr überrascht, denn zur Zeit gibt es dort eine Ausstellung des 89 Jahre alten Fotografen Elliot Erwitt. Dieser hat  schon damals Größen wie Marilyn Monroe, Jackie Kennedy oder Marlene Dietrich abgelichtet. Auch wenn ich keine Leica Kamera habe, so wurde ich doch sehr freundlich empfangen und bekam sogar die Erlaubnis ein paar Bilder zu machen. Im Aussenbereich der Galerie hingen einige Bilder des ansässigen Fotografen Lars Beusker, der der Mitbegründer dieser Galerie ist. Richtig geniale Aufnahmen und eine nette coole Location bzw. Galerie.

Ich denke ich werd die nächsten Tage noch ein wenig mehr dazu berichten ;-)=

Ausgabe Marpril 2018

75/365

Gestern kam der Mann mit dem gelben Auto und warf einen DIN A4 großen Umschlag für mich in den Briefschlitz. Und was soll ich sagen, die aktuelle Garage Ink Ausgabe war darin an mich versendet worden. Das besonders Interessante an der aktuellen Ausgabe, 6 Seiten  und ein Bild auf dem Cover stammen von mir. Der Chef der Lackiereri Malone aus Telgte rief mich im letzten Jahr an, ich glaube im November war es. " Du sag mal, du hast doch mal ein Shooting mit Dirk seinem Mercury gemacht, dürften wir die Bilder haben und für einen Bericht in einer Zeitschrift benutzen?" So oder ähnlich klang der Anruf, dann wurden meine Kontaktdaten weiter gegeben und kurz danach meldete sich der Chef von Garage Ink bei mir. Man sollte dazu vielleicht erwähnen das Garage Ink ein kleines Label ist, welches Gratis bei diversen Händlern und Läden ausliegt und sich in erster Linie nur selbst bzw. durch Sponsoren finanziert. Weil Dirk ein guter Bekannter von mir ist der mir auch schon öfter behilflich war, und sein Mercury Parklane unser Hochzeitsauto war, willigte ich natürlich sofort ein. Das Ergebnis könnt ihr hier und heute sehen 😉

ein Schatten seiner selbst

74/365

Ich möchte nicht rumjaulen aber heute bin ih ein wenig gesundheitlich angeschlagen und irgendwie auch etwas lustlos. Um es aufs Bild zu beziehen, ein Schatten meiner selbst. Nein ich habe (noch) keine Männer-Grippe, ich bin nur etwas erkältet und müde. Kann man ja schließlich auch mal haben, oder? Somit hält sich der heutige Beitrag in Grenzen und ich fasse mich kurz...oder anders gesagt das war's für heute, mehr jibbet nicht. 

fliegende Schutzengel

73/365

Drive no faster than your guardian angel can fly! Zu deutsch fahre niemals schneller als dein Schutzengel fliegen kann.

Heute wollte ich mal wieder ein farbiges Bild präsentieren, denn in den letzten Tagen war es doch sehr viel schwarz/weiß und auch ein wenig dunkel. Beim durchforsten meiner Festplatte bin auf den Ordner mit "Arbeitsbildern" meiner alten Firma gestoßen. Durch die damalige Arbeit bin ich hin und wieder auch ein wenig in der Weltgeschichte herum gekommen und natürlich auch geflogen. Zwar nicht wie ein Schutzengel, aber eben mit dem Flugzeug. So hatte ich neben Lichtenstein und Brasilien auch das Glück, im Jahre 2004 das erste mal in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu kommen. Es war damals schon ein Traum von mir irgendwann mal in die USA zu kommen und umso glücklicher war ich, als mein damaliger Chef mir mitteilte das ich dazu auserkoren war für mindestens 3 Wochen rüber zu fliegen. Zuerst waren wir zu zweit unterwegs, aber als es dann ein weiteres mal hieß das einer wieder rüber müsste zur Inbetriebnahme, musste ich für weitere 14 Tage alleine rüber. Mir war es damals ganz recht, denn es passte gerade ganz gut in den damaligen Lebensabschnitt. Wer jetzt sofort bei den USA an Los Angeles, Miami oder New York denkt, der irrt. Der damalige Einsatz führte mich in einen verdammt ländlichen Teil der USA, nach Wooster in Ohio. Wenn man Wooster googelt erfährt man schnell das es das "Home of Amish people" ist. Wooster liegt gut eine Dreiviertel Stunde südlich von Cleveland, einigen vielleicht aus dem Fernsehen bekannt durch den Film "Die Indianer von Cleveland" mit Charlie Sheen. Wooster ist wie schon erwähnt ein sehr ländlicher Part der USA. So richtig mit Landwirtschaft, mehreren kleinen Kirchen aus Holz gebaut und dem so genannten non electrical area of Wooster, in dem die Amish people leben. Diese sind dann auch immer wieder mit ihren schwarzen Kutschen zugegen. Umso mehr verwunderte es mich an einem Donnerstag oder Freitag morgen, als ich mich fertig machte um zur Firma zu fahren, bei der ich zum dem Zeitpunkt tätig war das vor dem Hotel mehrere Hot Rod parkten. Ich war mal wieder fasziniert, endlich mal solche Autos hier in Amerika zu sehen, die man ja bei uns in erster Linie nur aus den einschlägigen Magazinen oder amerikanischen Filmen kannte. Ok, ich hatte hier und da schon mal ein paar Autotreffen besucht, aber hier in Amerika war das doch schon was anderes. Wie es der Zufall so wollte, stieg gerade ein Man aus seinem Rod aus, als ich in meinem mir gestellten Chrysler Sebring einsteigen wollte um, wie schon erwähnt, zur Arbeit zu fahren. Ich fragte ihn kurz wie es denn sein könnte das hier so viele Rods  parken würden und er erzählte mir das an dem kommenden Wochenende ganz in der Nähe eine Hot Rod Show stattfinden würde, der Wooster Rod Run. Ich war happy und fragte natürlich dann in der Firma alle möglichen Leute zu dem Thema aus und bekam meine gewünschten Infos.

Fotografisch war ich damals eher in einer Ruhephase. Ich hatte mir zwar gerade meine erste größere Digital-Kamera gekauft und mit in die USA genommen, habe dort aber längst nicht so viele Fotos gemacht wie ich es heute am selben Ort machen würde. Man wächst eben mit der Zeit. Das Wochenende verbrachte ich auf jeden Fall beim besagten Rod Run und machte dann auch, für damalige Verhältnisse, recht viele Bilder. Unter anderem von diesem Spruch, der in einem aufgeblasenen Nash von 1955 zu finden war. Bei dem Auto genau die richtige Hommage, denn ein Nash ist in etwa so groß wie ein Mini und dieser hatte einen großen V8 Motor eingebaut, der mit ca. 600PS legal auf der Strasse unterwegs war. Also brauchte man schon einen Schutzengel in diesem besagten kleinen Renner.

Der Tunnelblick

72/365

Besucht man die weltweit größte Suchmaschiene und sucht dort nach einer Definition für Tunnelblick, bekommt man logischerweise mehrere Erklärungen. Steuert man dann die Seite von Wikipedia an, steht dort unter anderem: "Im übertragenen Sinne die Unfähigkeit oder Unwilligkeit, Dinge wahrzunehmen".

In vielen Dingen ist es wohl eher die Unwilligkeit als die Unfähigkeit, weil man sich zum Selbstschutz in einer Art persönlichen Cocon zurück gezogen hat und nur durch ein kleines Loch im eigenen Schutzpanzer nach draussen sehen kann bzw. will. So sieht man leider aber nur was in diesem kleinen Blickfeld geschieht und nichts von dem was sonst um einen herum alles stattfindet. Man ist irgendwie festgefahren, kann sich zwar innerhalb des Cocons drehen, sieht dann aber gar nichts mehr. Sich mit dem Cocon zu drehen ist leider auch nicht möglich und so sieht man nur das was durch diesen klitze kleinen Tunnel sichtbar ist. Aus irgendwelchen, sich selber auferlegten Gründen, bleibt man in diesem Schutzpanzer und traut sich nicht diesen kleinen Tunnel zu vergrößern. Vielleicht aus Angst mit mal mehr zu sehen als man eigentlich will, bzw. sich selber einredet. Wahrscheinlich ist es aber auch nicht der fehlende Mut diesen Tunnelblick zu vergrößern, sondern mehr die Unwilligkeit bzw. eigene Sturheit. Man will gar nichts anderes mehr sehen, als das was man sich selber einredet und weigert sich so strikt das andere auch nur die kleinste Chance bekommen, einem das eingebildete Blickfeld zu verändern. Vielleicht kommt aber mit der Zeit der Punkt, an dem jemand an der Schutzhülle anklopft und man selber mit mal merkt das da doch noch mehr sein muss. Man eventuell auch beginnt nachzudenken und so langsam seine eigene Sturheit überwindet und vorsichtig seinen Tunnelblick wieder erweitern möchte. Man das Loch, durch das man heraus schaut, langsam vergrößern möchte um so irgendwann wieder rundherum schauen zu können. Durch diesen neuen aber auch alten Blick wird einem hoffentlich dann mitmal klar das die eigene Sturheit doch eigentlich hätte schon eher überwunden werden können, wenn nur der fehlende Mut schon etwas früher da gewesen wär.

Spiegelbilder

71/365

Man sagt sehr oft ein Spiegelbild zeigt die ungeschminkte Wahrheit eines jeden, oder anders gesagt im Spiegelbild erkennt man oft die Wahrheit bzw. das wahre Gesicht. Hat man aber fast täglich mit jemandem zu tun, so merkt man oft gar nicht ob dieses Speigebild sich verzerrt oder nicht. Es kann natürlich auch sein das man unter dem Einfluss seiner Umwelt steht. Die einen suggerieren einem das man nicht gemerkt hat, oder nicht merken wollte, wie sehr sich das Spiegelbild verzerrt hat, die anderen das man sich das jeweils nur einbildet. Man wird nachdenklich und wenn man sich schon auf einer gewissen Entfernung befindet, fragt man sich selber was man eigentlich sieht. Man erkennt nicht mehr wirklich was das "Original" und was das Spiegelbild ist, oder ob es da überhaupt einen Unterschied gibt. Man fängt an zu zweifeln. Man denkt immer mehr. Man "wühlt" in Erinnerungen, in der Hoffnung irgendeinen Anhaltspunkt zu finden der einem hilft zu unterscheiden. Das Problem ist aber das man sich nicht annähern kann um eventuell einen etwas klareren Blick zu bekommen, sondern man entfernt sich stattdessen immer mehr. Man merkt das man wieder auf andere angewiesen ist, die einem helfen sollen das Spiegelbild und das reale Bild unterscheiden zu können, aber man weiß nicht mehr wie man vorgehen soll bzw. kann. Es gibt nur die Möglichkeit zu warten, zu zu sehen und eventuell zu hoffen das man irgendwann, irgendwie in die Nähe kommt um es selber sehen zu können.