Entfernung

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Schaut man in den Duden nach dem Wort Entfernung, so ist es ein Synonym für eine Wegstrecke oder eine Distanz zwischen zwei Punkten. Sie kann in den verschiedensten Längenmaßen angegeben werden  und ist manchmal doch irgendwie nicht wirklich zu beschreiben bzw. zu definieren. Die Entfernung kann die Distanz zu einem Objekt bzw. Subjekt sein, sie kann aber auch den seelischen bzw. gefühlten Abstand zu einer Person umschreiben. 

Manchmal ist es gar nicht so einfach etwas in der Art wiederzugeben. Mal ist man jemandem ganz nah und dann mit mal, ist man wieder weit entfernt. Es können die Gedanken, die Gefühle oder sonst was sein, was einem einer anderen Person näher bringt, oder einen von der selbigen entfernt. Manchmal denkt man aber auch das einen die Zeit jemandem wieder etwas näher bringen kann und dann wiederum ist es die Zeit die einen von jemandem entfernt. Somit drängt sich der Gedanke auf das die Entfernung und die Zeit eng zusammen gehören und wenn man sich mit dieser Materie etwas tiefsinniger befasst, so merkt man das diese beiden Faktoren unzertrennlich sind. Denn man benötigt eine gewisse Zeit um eine bestimmte Entfernung zurück zu legen und man benötigt Zeit um sich jemandem zu nähern der von einem entfernt ist. Besonders schlimm ist es wenn man kein wirkliches Ziel bzw. Ende sieht, denn dann kommt einem die Entfernung zeitlich gesehen sehr lang vor.

In der Fotografie ist es ebenfalls so, denn da spielen die Faktoren Entfernung und Zeit ebenfalls eine große. Hier kommen dann aber noch etliche Faktoren hinzu wie etwa die Blende oder die Belichtung. Aber selbst hier sehen wir das Entfernung und Zeit zusammen gehören.

nicht wirklich perfekt

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Warum sind wir eigentlich so darauf "gedrillt" das immer alles absolut perfekt sein muss? Eine Frage die ich mir sehr oft stelle und wo ich manchmal denke das es doch gar nicht an dem ist. Wird die Perfektion von uns gefordert, oder stellen wir uns nur selber zu sehr unter Druck um alles so perfekt wie möglich hin zu bekommen? Aber wer bestimmt eigentlich was perfekt ist? Ist es unser Gedanke oder bekommen wir es so gesagt? Auf Fotos bezogen wollen wir immer ein perfekt scharfes Bild haben, ein Bild was etwas aussagt, ein Bild das den anderen "mitreisst", aber ist für uns selber nicht manchmal auch ein unscharfes oder aus einem schlechten Winkel gemachtes Bild perfekt, denn es hält doch eigentlich den Moment fest den wir gerade erlebt haben und ist somit eine Erinnerung. Ist ein Bild nicht dann ebenfalls perfekt? Ich finde schon denn diese Erinnerung an den jeweiligen Moment gibt es kein zweites mal und somit ist auch ein unscharfes Bild eine perfekte Erinnerung.

Der Blick nach vorne

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Ja der Blick geht nach vorne und die komischen Stimmen mit den verrückten Ideen in meinem Kopf treiben es voran. Bisher habe ich hier und da meine Fotos als "Freiberufler" gemacht. Das hat aber zur Folge das ich nur bestimmte Dinge machen kann bzw. darf und mir anderes verwehrt bleibt. Aus diesem Grunde spiele ich mit dem Gedanken ein Gewerbe anzumelden. Da das ganze aber gut durchdacht sein sollte, werde ich mich erst mal ein wenig vorbereiten und "schlau" machen was denn so auf einen zukommen kann. Mal sehen was die Zukunft so bringt, denn man kann es beurteilen wenn man es gewagt hat. Oder wie war einer der Sprüche noch die mich in letzter Zeit beeindruckt haben.... "Jump of the cliff and build your wings on your way down" 

Schuhe in der Luft

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Diese baumelnden Schuhe hingen am Themse Ufer in London. Dort wo viel Trouble und jede Menge Publikumsverkehr ist. Zum damaligen Zeitpunkt fand ich es einfach nur cool die Schuhe dort hängen zu sehen und habe sie auch deswegen fotografiert. Später hörte ich mal das diese Schuhe eigentlich eine Bedeutung haben, also habe ich mal ein wenig gegoogelt und einen Wikipedia-Eintrag zu dem Thema gefunden. Das ganze nennt sich inzwischen Shoefiti, ein zusammengesetztes Wort aus Shoe und Garafiti. Für die einen ist es Kunst, für Leute die aus der Bronx kommen ist es ein Hinweis auf einen Drogenplatz. Aber jetzt möchte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen 😉 Wer mehr zu dem Thema wissen möchte liest am besten einfach den oben verlinkten Wikipedia- Eintrag zu dem Thema. Ja ich weiß, ich fasse mich heute schon wieder etwas kurz, aber diesmal ist es nicht die "Faulheit", sondern einfach das mir mal wieder viele andere Dinge im Kopf herum schwirren und ich den selbigen einfach nicht so ganz frei habe um meine jeweiligen Gedanken nieder zu schreiben. Vielleicht erzähle ich Euch in den nächsten Tagen etwas mehr zu dem, was die kleinen verrückten Stimmen in meinem Kopf anstellen und vorhaben.

Augen zu und durch

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Frech kommt weiter, könnte man auch zu diesem Bild sagen. Gemacht habe ich es im letzten Jahr bei der Bike Week in Willingen. Fand es irgendwie cool und ob man es glaubt oder nicht, es waren doch einige Leute die ihre Karte dort durchzogen. Manchmal muss man eben nur frech sein um an das Geld anderer Leute zu kommen.

während der Fahrt

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Heute bleiben wir nochmals bei dem Thema Auto und auch in England. Für viele Fotografen gehört das fotografieren von fahrenden Autos zu einer der Königsdisziplinen. Ich habe mich auch schon recht oft daran versucht, aber bisher nie groß mit dem technischen Hintergedanken wie so einige anderen Fotografen. Ich persönlich muss gestehen, ich mache die Fotos fast immer aus dem "Bauch" raus. Klar arbeite ich dabei oft bzw. fast immer im manuellen Modus oder im Program Modus und achte dort auf meine Einstellungen wie Blende und Verschlusszeit, aber wie schon gesagt, es kommt fast immer aus der Bauchgegend. So ist dann auch das heutige Bild entstanden. Ich habe mir in der Nähe der NSRA Nationals in Bedfordshire, 2016 einen festen Standort gesucht und dann gewartet. Auf die Fahrzeuge die da kommen. So entstanden recht viele dieser Aufnahmen und auch recht viele gute Aufnahmen. Natürlich muss man dabei darauf achten die Kamera im ungefähren Tempo der Fahrzeuge mit zu ziehen, denn so entsteht der eigentliche Effekt der den Hintergrund verschwimmen lässt und das Auto relativ scharf zeigt. So wie bei diesen beiden. Hot Rods, die an dem Tag auf mich zu gefahren kamen. Probiert es einfach mal aus wenn ihr Lust dazu habt. Es muss ja nicht immer ein fahrendes Auto sein, gerade in der Statdt kann man das auch gut an Fahrradfahrern "üben".

Der Caddy im Kreisverkehr

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Heute mal wieder ein wenig die Festplatte durchforstet und dabei über die Bilder dieses Cadillac aus England gestossen. Zu dem Fahrzeug bzw. zu den Fotos gibt es eine kleine Geschichte die ich Euch heute erzählen möchte. Wir schreiben das Jahr 2016. Wir sind in England bei den NSRA Hot Rod Supernationals. NSRA steht in dem Fall für National Street Rod  Association, einem der grössten Autoclubs bzw. Vereinigungen in Großbritanien. Wir waren dort, weil wir dort ein kleines persönliches Treffen unter Freunden veranstalten wollten. Mikael und Laura Wallin von Customikes kamen damals aus Kalifornien rüber, Ihre Tochter Kat aus Schweden runter, Mandy und Duncan Burton, unser englisches Customikes- Team aus dem Norden des Königreiches und meine Frau und ich aus Deutschland bzw. vom Festland. Wir hatten eine nette Zeit auf dem Treffen in Bedfordshire und als die große Ausfahrt stattfand, wollten wir hinter den Fahrzeugen her.Zu dumm nur das schon alle Fahrzeuge unterwegs waren und wir nicht wussten wohin. Wie es der Zufall so wollte hatten wir mit mal diesen Cadillac vor uns und ich klemmte mich an seine Stosstange. In einem Kreisverkehr, etwas ausserhalb der Stadt hielt der Fahrer des Cadillacs dann in der dritten bzw. der nicht ausgebauten Ausfahrt des Kreisverkehres an und stieg aus. Wir kamen kurz ins Gesprächen ich erfuhr das auch er auf der Suche nach den anderen Fahrzeugen war. Um aus der Not eine Tugend zu machen, fragte ich ihn ob wir nicht eben hier an Ort und Stelle ein kleines Shooting mit dem Wagen machen könnten. Ich wollte versuchen den Wagen dann in ein deutsches Magazin zu bekommen. Er willigte ein und schon ging es los und die nächste Stunde verging wie im Flug. Ich gab dem Besitzer meine Karte mit der Bitte mir doch kurz eine Mail zu schicken damit ich ihm dann die Unterlagen schicken könnte die ich benötigte um den Wagen dann in dem Magazin unter zu bekommen. Tja leider blieb es dann bei der einen Mail, und einem Haufen Bilder. Nachdem er die Bögen mit den technischen Details zum ausfüllen von mir zugeschickt bekommen hatte, habe ich nie wieder was von ihm gehört und bei Facebook war er dann auch mit mal verschwunden. Schon komisch, aber was blieb waren tolle Bilder von einer coolen Karre.....und keine Veröffentlichung.

Mach wo immer du Lust zu hast

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So ähnlich war ein Satz der Speaker beim Learn and Give vor ein paar Wochen. Als ich mich nachher mit den Speakern persönlich unterhalten habe und erzählte was für Ideen hin und wieder in meinem Kopf herum schwirren, kam immer wieder nur der eine Satz. Nicht nachdenken, machen! Manchmal zerdenkt man sich recht viele solcher Ideen und traut sich dann nicht diese an zu gehen. Überlegt man es sich aber mal genauer, so hat man doch bei einigen, oder gar bei fast allen diesen Ideen eigentlich nichts zu verlieren. Man kann im Endeffekt doch nur gewinnen. Zwar nicht immer das große Geld, so wie viele denken, aber doch an Erfahrung und vielleicht manchmal sogar an Anerkennung. Aus diesem Grunde versuche ich jetzt endlich eine Idee, die mir schon seit Jahren im Kopf herum schwirrt mal umzusetzen. Zwar in einer "Updateversion", weil ja inzwischen auch viele neue Bilder und Ideen dazu gekommen sind, aber ich versuche dieses Hirngespinst, das diese kleinen Stimmen in meinem Kopf schon ewig erzählen, umzusetzen. Ich werde ein kleines Buch bzw. einen Bildband machen. Er soll den Namen @California bekommen und ein Bildband meiner Arbeiten bzw. Fotos von meinen beiden Kalifornien-Reisen enthalten. Das gesammelte Bildmaterial ist einfach zu schade um auf der Festplatte zu verenden und wer weiß, vielleicht gefällt es ja nachher auch dem ein oder anderen von Euch. Auf jeden Fall dürft Ihr alle gespannt sein. Ich werde Euch alle auf jeden Fall über den Entstehungsprozess auf dem laufenden halten.

Manchmal muss es etwas extremer sein

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Heute gibt es mal wieder etwas buntes, bzw. farbiges. Es wird endlich Zeit das die Saison wieder beginnt und man wieder so einige Autotreffen und Shows besuchen kann. Im letzten Jahr habe ich mir ja die Samsung NX 300 besorgt, die ich eigentlich ja für die Streetfotografie nutzen wollte. Als ich dann aber auch noch recht günstig ein 8mm Fischeier Objektiv für diese Kamera ergattern konnte, musste diese natürlich auch mit zu den Treffen, denn diese Bildoptik finde ich hin und wieder richtig genial. Sie ist eben etwas extremer. Wenn dann so wie hier auch noch die extreme Bildbearbeitung im HDR Look dazu kommt, entstehen richtig geniale Bilder. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die kommende Saison und bin gespannt was mir in diesem Jahr so alles vor die Kamera kommt.